FANDOM


Steinriesen

Steinriesen im Film

Steinriesen auch Riesen (Original: Stone-Giants / Giants) bei Krege: Bergriesen waren große Wesen aus Stein, die im Nebelgebirge hausten.

Herkunft

Woher die Riesen / Steinriesen kamen kann nicht geklärt werden. Sowohl Herkunft als auch wer oder was sie wirklich waren, bleibt eines der Geheimnisse von Mittelerde. Robert Foster schreibt in seinem Mittelerde Lexikon, die Steinriesen seien wohl eher ein Stück Hobbit-Folklore. [1]

Im Buch Der kleine Hobbit

Nur im Buch Der kleine Hobbit kommen die Steinriesen direkt und als "Lebewesen" vor:

Auf ihrem Weg zum Erebor mussten Thorin & Co. den Hohen Pass überqueren. Gandalf war in Sorge, ob sie über das mächtige Gebirge wohl ohne Schrecken und Abenteuer gelangen würden. Und diese Sorge war durchaus berechtigt, wie sich herausstellte. Eines Tage geriet die Gruppe in ein Gewitter. Es heißt, es sei eher eine Gewitterschlacht gewesen. Furchteinflößende und grelle Blitze, gefolgt von krachendem Donner versetzten die Gefährten in Angst und Schrecken. Die Luft war erfüllt von ohrenbetäubendem Lärm und plötzlichen Lichtflammen. Thorin & Co. suchten Schutz unter einem Felsvorsprung. Bilbo Beutlin hatte sich zitternd unter einer Decke versteckt und als er, während ein Blitz alles erleuchtete, unter seiner Decke hervorlugte, sah er sie jenseits des Tales: die herankomenden Steinriesen. Riesengroß waren sie und offensichtlich mit großem Spaß warfen sie sich Felsblöcke zu, fingen sie und schleuderten sie in die Finsternis. Unten im Tal zerschmetterten die Blöcke Bäume oder zersprangen krachend in tausend Stücke. Die Ponys standen da mit hängendem Kopf und eingezogenen Schweifen, einige wieherten vor Furcht. Die Steinriesen indessen brachen drüben im Gebirge in schallendes Gelächter und Gebrüll aus. Das lässt darauf schließen, dass sie keine Dämonen oder Kreaturen bösen Willens waren. [2]

Im Buch Der Herr der Ringe

Im Buch Der Herr der Ringe: Die Gefährten wird eine Situation beschrieben, in der die Ringgemeinschaft über den Rothornpass am Caradhras zum Nebelgebirge wanderten: Sie hörten unheimliche Geräusche in der sie umgebenden Dunkelheit. Es mochte nur der Wind gewesen sein, der durch die Spalten und Rinnen der Felswand heulte, aber es klang wie schrille Schreie und wildes Gelächter. Steine begannen vom Berghang zu fallen, über ihre Köpfe zu sausen oder neben ihnen auf den Pfad zu schlagen. Ob hier Steinriesen am Werk waren, ist nicht mit Sicherheit zu sagen, wenngleich Aragorn sagt: "Es gibt viele böse und feindliche Wesen auf der Welt, die zwar wenig Liebe empfinden für jene, die auf zwei Beinen gehen, aber dennoch nicht mit Sauron verbündet sind, sondern ihre eigenen Ziele verfolgen. Manche sind länger auf dieser Welt als er." [3]

Im Bezug auf Minas Tirith heißt es: 'Und auf einem vorgeschobenen Sattel lag die Bewachte Stadt mit ihren sieben Mauern aus Stein, so mächtig und alt, dass es schien, als seien sie nicht erbaut worden, sondern von Riesen aus dem Gebein der Erde herausgehauen.' [4]

In der Filmtrilogie

In Peter Jacksons Filmtrilogie Der Hobbit: Eine Unerwartete Reise kommen ebenfalls Steinriesen vor. Hier sind sie allerdings, im Gegensatz zum Buch, sehr aggressiv. Sie spielen nicht mit den Steinblöcken, sondern führen einen regelrechten Kampf aus, indem sie sich gegenseitig bewerfen und versuchen einander zu Fall zu bringen. So wird u.a. ein Steinriese hart am Kopf getroffen und kommt dadurch regelrecht ins Straucheln. Die Zerstörungen die sie bei ihrem Kampf anrichten sind erheblich. [5]

Quellen

  1. Robert Foster: Das große Mittelerde Lexikon, Übersetzer: Helmut W. Pesch, Kapitel: Bergriesen
  2. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit, Kapitel: Über den Berg und unter den Berg
  3. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch), Zweites Buch, Drittes Kapitel: Der Ring geht nach Süden, Seite 325/326
  4. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Buch), Fünftes Buch, Erstes Kapitel: Minas Tirith, Seite: 825 Carroux-Übersetzung
  5. Der Hobbit Filmtrilogie (2012-2014)
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.