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Sinda

Sinda

Sindar, Sg. Sinda, waren Elben telerischer Herkunft, die die Noldor nach ihrer Rückkehr in Mittelerde vorfanden (ausgenommen die Grün-Elben in Ossiriand).

Anderer Name

Die Sindar nannten sich selbst in ihrer Sprache Edhil (Sg. Edhel) was Elben bedeutet.

Erscheinung und Wesen

Die Sindar waren kleiner und weniger kräftig als die Noldor. Sie werden als die schönsten, klügsten und kunstfertigsten Elben von Mittelerde bezeichnet. Ihre Haarfarbe war überwiegend dunkel, wenngleich auch Silber- und Goldhaarige Sindar vorkamen. Im Vergleich zu den Noldor waren die Sindar weniger rege, wenngleich aber lebensklüger, wie z. B. an dem Gelehrten Daeron (Erfinder der Cirth) zu sehen ist. Offensichtlich waren die Sindar ein sehr lebensfrohes Volk, denn es heißt, dass sie gerne und viel feierten (lt. Krege zechten) und sangen. Die Sindar waren sehr musikbegabt und ihre guten, schönen Singstimmen außergewöhnlich.

Beschreibung

Im Ersten Zeitalter lebten die meisten Sindar in Doriath und an den Falas und waren König Thingol (Elwe) untertan. Die Sindar waren glücklich in Mittelerde und liebten das sternbeschienene Beleriand über alle Maßen, fürchteten sich aber vor Neuerungen, weil sie darin den Verfall des "alten" Beleriand sahen. So beteiligten sie sich auch so gut wie nicht an den Kriegen von Beleriand, was sie jedoch nicht vor großen Verlusten bewahrte, die ihnen Morgoth zufügte. Das Zentrum der Sindar-Kultur war Doriath, das verborgene Reich von Thingol und Melian. Hier erlernten die Sindar u. a. das Schmiedehandwerk von den Zwergen. Zu dieser Zeit waren also die Sindar wohlgerüstet, und sie verjagten alle Kreaturen des Unheils und hatten wieder Frieden.

Einige Sindar wohnten wohl auch in Gondolin. In Nachrichten aus Mittelerde (Seite 87) wird berichtet, dass die Wächter des Dritten Tores (Bronzetor) größtenteils Sindar aus Nevrast waren.

Am Ende des Ersten Zeitalters, nach der Vernichtung von Beleriand und Doriath, fuhren viele Sindar übers Meer und es gab während der folgenden Zeitalter einen stetigen Strom in Richtung des Alten Westen (die Unsterblichen Lande). Andere vereinigten sich mit den Noldor und Nandor.

Sprache der Sindar

Im Laufe der vielen Zeitalter, nachdem sich die Sindar von den Teleri trennten, entwickelten die Sindar ihre eigene Sprache. Einen eigenen Namen gaben sie ihrer Sprache nicht, denn sie kannten ja nur diese. Im Quenya wurde sie Sindarin, Grauelbisch, genannt. Das Doriathrin, Mithrimin und Falathrin waren Sindarin-Dialekte, die sich im Ersten Zeitalter entwickelt hatten. Das Sindarin war während dem gesamten Ersten- und Zweiten Zeitalter die Umgangssprache in Mittelerde.

Stammgliederung

Die Sindar gliederten sich in verschiedene Stämme:

  • Falathrim, sie lebten in der Falas und später in Lindon.
  • Eglath, sie lebten unter König Thingol im Reich Doriath.
  • Einige andere Sindar zogen in den Norden Beleriands ins Land Mithrim, was nach ihnen benannt wurde.

Etymologie

Sindar ist Quenya und bedeutet die Grauen oder auch Grauelben.

Die Noldor benannten diese Elben vermutlich nach diesem Namen, weil sie sie zum ersten Mal im Norden unter grauem Himmel und in den Nebeln um den Mithrim-See fanden.

Eine andere Version besagt, dass der Name daher stammt, weil die Sindar weder das Licht der Bäume von Valinor gesehen hatten, noch den Dunkelelben (Avari, die Elben, die die große Reise in den Westen von Anfang an ablehnten) zugehörig waren. Daher waren sie Elben der "Dämmerung".

Sonderung

Die Sonderung unter den Elben und manche Namen, die ihren Völkern gegeben wurden[1]:

                                         Quendi
                                      (die Elben)

                   Eldar                                                         Avari
        Elben der Großen Wanderung                                    'die Widerstrebenden' Elben;    
              aus Cuiviénen                                            welche die Große Wanderung             
        ___________________________________________                            ablehnten         
       |             |                             |                               |
    Vanyar         Noldor                        Teleri                            |
                                  _____________________________                    |
  gingen alle   gingen alle      |              |              |                   |
   nach Aman     nach Aman    gingen nach   blieben in    trennnten sich östlich   |            
                                 Aman       Beleriand:    des Nebelgebirges        |
    |______________|_______________|                      vom Zug der Teleri:      |
                                                                                   |
               Calaquendi                     Sindar          Nandor               |
   'Elben des Lichts'(Hochelben)                                                   |
        (kamen nach Aman zur                              von denen manche         |
         Zeit der Zwei Bäume)                             später nach              |
                                                          Beleriand kamen:         |
                                                                                   |
                                                             Laiquendi             |
                                                           Grünelben von           |
                                                             Ossiriand             |
                                              |_____________________________|      |
                                                                                   | 
                                                         '''Úmanyar'''                   |
                                                     Eldar, die, nicht             | 
                                                      aus Aman waren               |  
                                                           |_________________________________|
                                                                 
                                                                  Moriquendi                      
                                                              'Elben der Dunkelheit'
                                                        (sie sahen nie das Licht der Bäume)


Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, passim, Übersetzer: Wolfgang Krege

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, passim

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, passim, Übersetzer: Hans J. Schütz

J. R. R. Tolkien Briefe, Herausgeber: Humphrey Carpenter, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Brief 144 und 325
Helmut W. Pesch: Das Große Elbisch-Buch
  1. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil VI: "Anhang", Unterkapitel IV: "Stammbäume", Übersetzer: Wolfgang Krege, 2001
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