FANDOM


Salgant war ein Elb aus Gondolin und Oberhaupt und Befehlshaber des Hauses der Harfe, einem der Zwölf Häuser von Gondolin.

Salgant stand in keinem guten Licht. Er wird als Feigling bezeichnet: "Ihnen folgte die Schar der Harfe, ein Bataillon tapferer Krieger; doch ihr Anführer, Salgant, war ein Feigling und er schmeichelte Meglin (Maeglin)." Ausserdem heißt es, er sei dickleibig und untersetzt gewesen, was möglicherweise der Grund dafür war, warum er als einziger Krieger zu Pferde, im Jahr 510 Erstes Zeitalter (E.Z.), in die Schlacht um Gondolin zog.

Als Turgon einen Rat einberief, um die Meinung aller Oberhäupter zu hören, wie man Gondolin wirksam verteidigen könnte, kamen alle; "Auch Salgant machte sich auf, schlotternd ob der Nachricht..." Tuor wollte einen gewaltigen Ausfall starten, und das sofort, bevor Licht und Hitze auf der Ebene zu stark wurden. Fast alle, außer Meglin und Salgant, stimmten Tuor zu, doch waren sie unterschiedlicher Meinung darin, ob der Ausfall mit Frauen und Kindern erfolgen sollte oder von einzelnen Gruppen in verschiedene Richtungen. Aus Angst teilte Salgant, mit lärmender Stimme und bei dem Gedanken an Kampf zitternd, Meglins Meinung, in der Stadt zu bleiben um sie zu halten und zu versuchen, die Schätze zu bewahren, die in ihr aufbewahrt wurden: "Meglin hat recht, O König, höre auf ihn." König Turgon befolgte den Rat dieser beiden und Tuor verließ weinend die Hallen des Königs. Turgons Entscheidung sollte sich noch als schwerer Fehler erweisen.

Meglin, der ein Auge auf Idril geworfen hatte, ersann einen teuflischen Plan. Salgant sollte zunächst Tuor in den Hallen des Königs aufhalten, um ihn dann in einen tödlichen Kampf zu verwickeln. Nachdem Tuor getötet sei, könnte Meglin Earendel (Earendil der Seefahrer), Tuors und Idrils Sohn, töten und dann Idril entführen. Dieser Plan ging jedoch gründlich schief, weil Salgant, von Todesangst gepackt, einfach nach Hause ritt und dort zitternd darniederlag.

Was letztlich zu Salgants Tod geführt hat, ist nicht klar. Es heißt, dass er möglicherweise in seinem Haus durch ein Feuer zu Tode kam, das ihn auf seinem Bett ereilte, andere erzählen, er sei als Gefangener zu den Hallen von Mandos geführt worden und spiele nun dort den Narren des Mandos; ein schlimmes Schicksal für einen Edlen der Elben.

Obwohl Salgant allgemein einen schlechten Ruf hatte, mochte Earendel den Elb. Salgant hatte sich zu Friedenszeiten oft im Hause von Tuor und Idril aufgehalten. Er spielte lustige Spiele mit Earendel und erzählte ihm wunderliche Geschichten. Außerdem liebte Salgant den guten Wein und die guten Speisen im Hause von Tuor.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten, Teil 2, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Kapitel III: Der Fall von Gondolin
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.