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Moria, von den Zwergen Khazad-dûm genannt, war das größte und berühmteste aller Zwergenreiche.

Geographie

Es lag im Nebelgebirge unter den Bergen Caradhras, Celebdil und Fanuidhol. Nicht weit davon entfernt lag, im Zweiten Zeitalter, die Elbenstadt Ost-in-Edhil, die mit dem Zwergenreich durch eine Straße zum Westtor verbunden war.

Geschichte

Erstes Zeitalter

Das prächtige Höhlensystem wurde Anfang des Ersten Zeitalters von Durin I. gegründet. Seit jeher war Khazad-dûm die Heimstatt von Durins Volk. Die Zwerge schürften hier nach Mithril, einem besonders wertvollen und seltenen Metall, das ihnen großen Reichtum brachte und das nirgendwo anders zu finden war. Darum verließen viele Zwerge der Feuerbärte und Breitschultern ihre Städte in den Ered Luin und zogen ebenfalls nach Moria. In den weiteren Jahren wuchs die Bevölkerung Morias immer weiter und damit auch das Ansehen und der Reichtum der Zwerge. Schon bald begannen sie, mit den benachbarten Elben von Ost-in-Edhil Handel zu treiben.

Zweites Zeitalter

Als der Dunkle Herrscher Sauron die Elben 1697 Z.Z. besiegt hatte und Ost-in-Edhil erobert und zerstört worden war, sammelte Elrond die Überlebenden um sich und floh nach Norden, wo er im tiefen Tal des Bruinen die Festung Bruchtal (auch Imladris) gründete. Dort wurde er die nächsten drei Jahre belagert, bis ihm die Zwerge Khazad-dûms zu Hilfe eilten und Saurons Hauptstreitmacht in den Rücken fielen. Am finalen Kampf gegen den Dunklen Herrscher und der Belagerung von Barad-dûr nahmen die Zwerge ebenfalls teil und kehrten siegreich nach Khazad-dûm zurück.

Drittes Zeitalter

Vertreibung der Zwerge

Um 1980 D.Z. gruben die Zwerge immer gieriger nach dem wertvollen Mithril in Morias Minen und weckten dabei unbeabsichtigt einen Balrog des Ersten Zeitalters auf, der daraufhin König Durin VI. erschlug und begann, die Minen zu erobern. Von da an wurde dieser Balrog auch Durins Fluch genannt. Als der Balrog ein Jahr später auch König Náin I. erschlug, flohen auch die letzten Zwerge aus Khazad-dûm in die Eisenberge und die Ered Mithrin, auch Graues Gebirge genannt. Die neue Zwergenhauptstadt wurde Erebor. Nach der Vertreibung der Bewohner Khazad-dûms durch den Balrog, wurde die Mine allgemein nur noch Moria (Sindarin: Dunkler Abgrund) genannt.

Krieg zwischen Orks und Zwergen

Unter der Herrschaft des Balrogs verkam das einstige Zwergenreich schließlich zu einem Orknest und die Zwerge gründeten 1999 D.Z. unter dem Erebor das Königreich Unter dem Berg. Als der Drache Smaug den Erebor eroberte, war Durins Volk erneut heimatlos. 2790 D.Z. versuchte der greise König Thrór mit seinem Gefährten Nár, Moria wieder zu besiedeln, wurde dabei jedoch von dem Orkhäuptling Azog enthauptet. Dies war der Anlass für einen großen Krieg zwischen Orks und Zwergen, den die Zwerge schließlich mit der Schlacht von Azanulbizar und dem Tod Azogs gewinnen konnten. Als König Thráin II. die überlebenden Zwerge des verlustreichen Krieges aufforderte, Moria wieder in Besitz zu nehmen, lehnten diese ab. Auch Dáin II., der Azog erschlagen hatte und als einziger einen Blick in das verlorene Reich werfen konnte, riet von ein Neubesiedlung ab. Er hatte gesehen, dass der Balrog nur auf die Zwerge wartete.

Versuch der Neubesiedlung

Balin2

Balin

Nach der langen und gefährlichen Reise der Gefährten Thorin Eichenschilds zum Erebor, an deren Ende Smaugs Tod und die Schlacht der Fünf Heere stand, versuchte Balin, Fundins Sohn, um 2989 D.Z. mit einigen Begleitern die Stadt neu zu besiedeln. Doch schon fünf Jahre später endete seine Herrschaft, als er am Spiegelsee von einem Ork aus dem Hinterhalt mit einem Pfeil getötet wurde. Die Zwergenkolonie wurde wenig später, nach der Belagerung der Kammer von Mazarbul, vollständig durch die Orks vernichtet.

Tod des Balrog

Bridge of Khazad-dûm

Die Brücke von Khazad-dûm

Am 13. Januar 3019 D.Z. erreichten die neun Gefährten des Ringes das Hulstentor und betraten Moria, trotz eines Angriffs durch den Wächter im Wasser. Die Gefährten stießen nach Osten vor und Gandalf schickte, an der Brücke von Khazad-dûm, die anderen voraus, denn er hoffte, dort den Balrog aufhalten zu können und stellte sich ihm. Als der Balrog den Istar angreifen wollte, brachte Gandalf die Brücke zum Einsturz und der Balrog fiel in die Tiefen der Minen. Gandalf wandte sich von ihm ab in der Annahme, die Gefahr sei vorüber, wurde jedoch von der Feuerpeitsche des Balrog am Knie erfasst und stürzte so mit in die Tiefe. Die Kämpfenden gelangten über die Treppe von Khazad-dûm auf den Gipfel der Silberzinne. Dort gelang es Gandalf, sein Schwert Glamdring in das Herz des Balrog zu rammen und ihn zu töten. Die übrigen Gefährten entkamen durch das Schattenbachtor.

Es ist anzunehmen, dass Moria nach dem Ringkrieg neu besiedelt wurde. Moria sollte nicht das einzige Mithril-Vorkommen Mittelerdes bleiben. Man fand kleine Adern des begehrten Metalls auch in Aglarond. Dort wurde dann auch das neue Große Tor von Minas Tirith aus Mithril gefertigt.

Etymologie

Khazad-dûm, später Moria, heißt auf Sindarin Hadhodrond und bedeutet Zwergengewölbe

Quellen

Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Film)

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch)

  • Zweites Buch,
  • Viertes Kapitel: Eine Wanderung im Dunkeln
  • Fünftes Kapitel: Die Brücke von Khazad-Dûm

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (Buch)   

  • Drittes Buch, Fünftes Kapitel: Der Weiße Reiter

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge, Anhang A + B

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Herausgeber: Christopher Tolkien, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Quenta Silmarillion: Kapitel X: Von den Sindar

Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Seite: 39,53,65,81,117,129,164,172; Koordinate: M-34
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