Der Herr der Ringe Wiki

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Minhiriath war ein Gebiet in Eriador.

Beschreibung[]

Minhiriath lag zwischen den Flüssen Gwathló und Brandywein (Baranduin) und war das Gebiet, das am stärksten von der Großen Pest von 1636 D.Z. heimgesucht wurde. Nach diesem Ereignis war die Region weitgehend entvölkert. Die wenigen noch dort siedelnden Bewohner wurden im Jahr 2912 D.Z. von einer großen Überschwemmung heimgesucht, getötet oder vertrieben und das Land war nun öd und leer.

Frühe Geschichte[]

In früher Zeit war Minhiriath ein Gebiet mit großen und ausgedehnten Wäldern. Das war so bis in das Zweite Zeitalter hinein. Die ursprünglichen Waldbewohner hatten die gleichen Vorfahren wie die Menschen von Númenor. Die Sprache der Bewohner von Minhiriath war für die Númenórer unverständlich und so sahen sie diese Menschen, die mit dem Haus Haleth verwandt waren, als primitiv an. Sie bezeichneten sie als Menschen der Dunkelheit.

König Tar-Aldarion (sechster König von Númenor), auch der Seefahrer-König genannt, war es, der Minhiriath nachhaltig veränderte. Aldarion wollte Númenor zu einer bedeutenden und großen Seemacht ausbauen, was bedeutete, dass er große Mengen an Holz für sein Vorhaben benötigte. So begann er zunächst, die Wälder in Númenor abzuholzen und richtete so großen Schaden an doch das Volk wehrte sich gegen diesen Raubbau der Natur. Als Aldarion auf einer seiner Reisen die Küste entlang fuhr, entdeckte er das Gebiet Minhiriath und dessen ausgedehnte Wälder. Unverzüglich begann er, dieses Gebiet in Anspruch zu nehmen. Im Mündungsgebiet des Gwathló baute er den Hafen und die Werft Lond Daer, nannte den Ort Vinyalonde und begann, die großen Wälder abzuholzen. Dieses Holz wurde mit kleinen Schiffen nach Vinyalonde gebracht da größere Schiffe nicht bis nach Tharbad fahren konnten. Die Hafenstadt wurde zum größten Teil aus Holz errichtet.

Die Waldbewohner von Minhiriath begegneten der Númenórern zunächst mit Ehrfurcht, was sich aber schnell änderte. Als sie sahen, dass ihre Lebensgrundlage zerstört wurde, bekämpften sie die Númenórer wo sie nur konnten. Entlang der beiden Ufer des Gwathló hatte der Einschlag begonnen und über den Fluss wurde das Holz zum Hafen Lond Daer befördert. Doch nun schlugen die Númenórer mächtige Schneißen und Straßen in die Wälder nödlich und südlich des Gwathló. Die Verwüstungen die Aldarion anrichtete waren unbeschreiblich und die meisten überlebenden Waldbewohner flohen, denn sie waren der Aggression der Númenórer nicht gewachsen. Sie flohen in die dunklen Wälder auf der Landzunge von Eryn Vorn, südlich der Mündung des Baranduin (auch Brandywein), den sie aus Angst vor den Elben nicht zu überqueren wagten.

Sauron marschierte 1695 Z.Z. in Eriador ein und überzog das Land mit Krieg. Dieser Krieg endete mit der Schlacht am Gwathló, 1701 Z.Z. und der Niederlage Saurons sowie der fast vollständigen Vernichtung seiner Armee.

Sauron hatte die Aktivitäten der Númenórer, die er aus tiefster Seele hasste, sehr wohl beobachtet. Er wusste sehr gut, welch große Bedeutung der Große Hafen und die Werft hatten. Diesem Treiben wollte er nun ein Ende setzen, denn seine Angst war groß, und er fürchtete die zunehmende Stärke Númenors. Die vertriebenen Ureinwohner begrüßten das Eindringen Saurons, denn sie hofften, er würde ihnen im Kampf gegen Númenor beistehen. Doch sie täuschten sich. Sauron benutzte die Ureinwohner und Widersacher der Númenórer als Späher und Führer für seine Plünderer. Sauron aber konnte keinen Sieg erringen und aus Zorn über seine Niederlage, richteten seine Plünderer weitere schlimme Verwüstungen an. Sie zündeten die noch verbliebenen Wälder an und viele der großen Wald-Lager der Númenórer verbrannten.

Als nun Sauron endlich besiegt war, waren die meisten alten Wälder vernichtet. Der Gwathló durchfloss ein Land, das auf jeder Uferseite weit und breit eine Einöde war, baumlos und unbebaut.

Etymologie[]

Minhiriath ist Sindarin und bedeutet (Land) Zwischen den Flüssen.

Quellen[]

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Buch)

  • Sechstes Buch, Siebtes Kapitel: Auf der Heimfahrt

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge

  • Anhang A I. 3. Eriador, Arnor und Isildurs Erben
  • Anhang B, Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Teil Zwei Das Zweite Zeitalter, Kapitel IV: Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien
  • Anhang D: Der Hafen von Lond Daer

Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Seite: 53,57; Koordinate: M-29