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Ingil war der Sohn von Ingwe, dem Hohen König der Elben. Das genaue Geburtsdatum ist nicht bekannt, es dürfte jedoch um 1050 E.Z. liegen.

Nachdem Ingil nach Alalminóre, auch Land der Ulmen genannt, auf der Insel Tol Eressëa gekommen war, sah er wie wunderbar diese Region war. Hier fand er Ruhe und scharte die meisten der schönsten, weisesten, fröhlichsten und freundlichsten aller Elben um sich. Unter ihnen war auch Valwe, der Vater von Lindo und Tulkastor, der Vater von Vaire. Ingil erbaute einen großen Turm und nannte die Stadt Koromas oder Zuflucht der Verbannten von Kôr. Wegen des Turmes jedoch wurde die Stadt meistens Kortirion genannt.

Über das weitere Leben von Ingil gibt es zwei Versionen:

Erste Version:

Nachdem Melko einen Weg gefunden hatte, aus der Äußeren Leere, in die er verbannt war, zu entkommen, ging er nach Tol Eressëa. Er wollte sein Vernichtungswerk gegen das Gute auf Arda fortsetzen und begann Unfrieden unter den Teleri und Noldor zu stiften. Die Elben wandten sich an die Valar in Valinor und baten um Hilfe, aber diese kam nicht. Lediglich Tulkas sandte heimlich seinen Sohn Telimektar nach Tol Eressëa um Melko unter Kontrolle zu bringen. Zusammen mit Ingil, konnte Telimektar Melko überraschen und verwunden. Melko floh auf die große Kiefer von Tavrobel, einem riesigen Baum, der bis zu den Sternen reichte. Von dort floh er in den Himmel und Telimektar und Ingil verfolgten Melko auf dem selben Weg, um ihn am Himmel zu bewachen. Seit dieser Zeit ist Telimektar als Sternbild Menelmacar und Ingil als Stern Helluin am Himmel zu sehen.

Zweite Version:

Hier heißt es, dass Ingil zu Manwë nach Valinor gegangen sei und nie mehr zurückkehrte.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten, Teil 1, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Kapitel I: Die Hütte des Vergessenen Spiels
  • Kapitel IV: Die Einkerkerung Melkos
  • Kapitel V: Die Ankunft der Elben und die Gründung von Kôr
  • Kapitel VIII: Die Geschichte von Sonne und Mond

J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten, Teil 2, Übersetzer: w. o.

  • Kapitel VI: Die Geschichte von Eriol oder Ælfwine und das Ende der Geschichten
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