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Gwaith-i-Mírdain, auch Gilde der Juwelenschmiede genannt, war ein Zusammenschluss der Noldor-Schmiede von Eregion, die kunstreichsten ihrer Zeit. Sie wurden auch einfach Mírdain genannt.

Im Jahr 750 Zweites Zeitalter (Z.Z.) wurde Eregion von den Elben aus Lindon besiedelt. Angeführt wurden die Elben von Celebrimbor. Er stammte aus dem Haus Finwes. Grund für die Besiedlung war die Nähe der Mithril-Miene in Khazad-dûm. Die Gwaith-i-Mírdain arbeiteten nahezu tausend Jahre lang mit Durins Volk zusammen, und beide hatten großen Nutzen davon und waren einander in Freundschaft verbunden. Zu keiner Zeit sonst hat es eine derartige Freundschaft zwischen den Elben und Zwergen gegeben.

Die Kunstfertigkeit brachte den Schmieden höchste Anerkennung, war aber gleichzeitig auch ihr Verderben. Es war etwa im Jahr 1200 Z.Z., als Sauron sie aufsuchte. Er hatte sich den Namen Annatar, Herr der Geschenke, gegeben und so erkannten sie ihn nicht. Er bot ihnen seine Hilfe an, brachte ihnen Geschenke und sie nahmen beides dankbar an, denn ihre Wissbegierigkeit war groß. Vor allem Celebrimbor ließ sich gerne von Sauron unterweisen, denn er trachtete danach, Feanor an Geschicklichkeit und Ruf den Rang streitig zu machen. Etwa im Jahr 1500 Z.Z. bat Sauron die Schmiede unter seiner Anleitung die Ringe der Macht zu schmieden und sie taten es, denn Sauron war zu dieser Zeit noch nicht als böse zu erkennen. Sorglos gaben die Elben ihr Wissen gegenüber Sauron preis. Drei Ringe schmiedete Celebrombor allerdings alleine und Sauron berührte sie nicht, weil Celebrimbor sie vor ihm versteckt hielt; für die Elben waren sie bestimmt. Es wurden Neun Ringe für die Menschen, sieben Ringe für die Zwerge und drei Ringe für die Elben geschmiedet. Vollendet wurden sie im Jahr 1590 Z.Z.. Was die Noldor aber nicht wussten war, dass Sauron heimlich den Einen Ring geschaffen hatte. Celebrimbor jedoch erkannte Saurons Absicht und hielt die drei Ringe der Elben weiterhin verborgen.

Durch den Einen Ring gestärkt, begann Sauron die Länder mit offenem Krieg zu überziehen. Im Jahr 1697 Z.Z. vernichtete Sauron Eregion und machte es dem Erdboden gleich. Die meisten der Gwaith-i-Mírdain wurden getötet und Elrond führte die Überlebenden nach Bruchtal. Es ist durchaus möglich, dass diese Überlebenden später, im Jahr 3018 D.Z., das Schwert Narsil zu Aragorns Schwert Andúril umschmiedeten.

Etymologie

Gwaith-i-Mírdain ist Sindarin und bedeutet Volk der Juwelenschmiede

Sonstiges

Christopher Tolkien schreibt im Bezug auf Celebrimbor, die Noldor von Eregion und Sauron: In einem Brief vom September 1954 schrieb mein Vater: "Zu Beginn des Zweiten Zeitalters war er (Sauron) noch schön anzusehen oder konnte noch eine schöne sichtbare Gestalt annehmen - und war noch nicht vollkommen böse, es sei denn, man wollte alle "Reformer", die es mit "Rekonstruktionen" und "Reorganisation" eilig haben, völlig böse zu nennen, noch bevor Hochmut und die Begierde, ihren Willen auszuüben, sie verzehren. Was den besonderen Zweig der Hoch-Elben angeht, die Noldor oder Gelehrten, waren diese immer anfällig für "Wissenschaft" und "Technologie" wie wir es nennen würden. Es verlangte sie nach jenen Kenntnissen, über die Sauron von Natur aus verfügte und jene in Eregion schlugen die Warnungen Gil-galads und Elronds in den Wind. Der besondere "Wissensdurst" der Elben in Eregion - eine "Allegorie", wenn man will, für die Liebe zu Maschinen und technischen Erfindungen - wird auch durch ihre besondere Freundschaft mit den Zwergen von Moria versinnbildlicht." 

Quellen

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch)

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge

  • Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: Das Zweite Zeitalter

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Übersetzer: Wolfgang Krege

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