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Felaróf war ein weißes Pferd und der Stammvater der Mearas.

Einst hatte Léod, Fürst der Éothéod und Vater von Eorl ein weißes Fohlen in einer Herde wilder Pferde entdeckt und es eingefangen. Léod galt als hervorragender Pferdekenner und verstand sich gut auf das Zähmen der wilden Pferde. Das Fohlen wuchs zu einem stattlichen Pferd heran; schön war es, stark und stolz von Charakter und Exterieur und ließ sich von niemandem reiten. Obwohl das edle Tier bei jedem Aufsitzversuch mit heftigem Unwillen reagierte, saß Léod trotzdem auf. In wildem Gehabe galoppierte das Pferd vorwärts und warf seinen Reiter ab. Léod schlug mit dem Kopf auf einen Stein und bezahlte diesen Ritt mit dem Leben. Eorl wollte Rache für den Tod seines Vaters und begab sich auf die Suche nach dem Pferd, das in die Freiheit entflohen war. Er nannte es nach dem schrecklichen Vorkommnis Mannsfluch.

Nachdem er es gefunden hatte, erwartete nun jeder seiner Begleiter, dass er das Pferd töten wurde, doch Eorl entschied anders. Er forderte das Pferd auf, als Wiedergutmachung für den Tod des Vaters, die Freiheit aufzugeben und sich seinem Willen zu unterwerfen. Eorl nannte das Tier von nun an Felaróf was sehr stark / sehr tapfer bedeutet. Es wird dazu berichtet: Eorl rief mit lauter Stimme: "Komm hierher, Mannsfluch, und erhalte einen neuen Namen". Zu ihrem (die Männer die bei ihm waren) Erstaunen blickte das Pferd zu Eorl, kam herbei und stellte sich vor ihn, und Eorl sagte: "Felaróf nenne ich dich. Du liebtest deine Freiheit, und daraus mache ich dir keinen Vorwurf: Aber jetzt schuldest du mir Wergeld, und du sollst mir deine Freiheit abtreten bis an dein Lebensende."

Da Felaróf die menschliche Sprache verstand, fügte er sich und Eorl konnte ihn ohne Sattel und Zaumzeug reiten. Zu großen Schlachten trug ihn das Pferd, so etwa in die Schlacht auf dem Feld von Celebrant und in die Schlacht im Ödland; Eorl vertraute seinem Pferd ganz und gar. In der Schlacht im Ödland fanden Reiter und Pferd den Tod. Felaróf wurde mit Eorl in einem gemeinsamen Grab beigesetzt.

Felarófs Nachfahren, die Mearas, waren wie er stolz, groß und schön. Außer dem Mark-König bzw. seinen Söhnen ließen sich diese edlen Pferde von niemandem reiten.
In Rohan ging die Legende, dass Felarófs Vorfahr ein Pferd war, das einst von Orome (von den Rohirrim Béma genannt), aus dem Westen mitgebracht wurde. Es könnte Oromes Pferd Nahar gemeint sein, gesichert ist das aber nicht.

Schattenfell, Gandalfs Pferd, war ein Nachkomme von Felaróf in direkter Linie.

Quellen

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