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Als Erster Krieg wird der erste kriegerische Konflickt zwischen den Valar und Melkor bezeichnet.

Im ersten Zeitalter der Zeitalter vor den Tagen (Z.T.) begann diese Auseinandersetzung.

Vor dem Krieg

Nachdem nun die Große Musik geendet hatte und die Welt (Ea) erschaffen war, stiegen einige der Ainur, die bis dahin in den Zeitlosen Hallen wohnten, auf Arda (so genannt von den Elben) herab, um die Welt "einzurichten". Zuvor hatte Ilúvatar ihnen ein Gesicht gezeigt, das sie zuvor noch nie gesehen, sondern nur gehört hatten. "Sehet, dies ist euer Lied!" sagte Ilúvatar zu ihnen und sie sahen eine neue Welt, und sie wölbte sich in der Leere und wurde von der Leere getragen und die Ainur staunten. Die Welt tat sich vor ihnen auf und es war so, dass sie lebte und zu wachsen schien. Und so stiegen sie herab, um die Stürme, die Hitze und Kälte die auf Arda wüteten zu bändigen und eine Lebensgrundlage für die Kinder Ilúvatars zu schaffen; für die Elben und Menschen.

Auch Melkor, der zunächst mächtigste der Ainur, stieg herab, nachdem er gesehen hatte, wie schön die Welt von seinen Schwestern und Brüdern gestaltet wurde. Schon während der Großen Musik hatte er sich als Störenfried hervorgetan, indem er die Harmonie durch eigene Töne in Unordnung brachte. Melkor gab nun vor, für das Wohl der Kinder Ilúvatars sorgen zu wollen, was aber eine Lüge war. Sein wirkliches Ansinnen war, sich die Elben und Menschen untertan zu machen, sie als Knechte zu haben und von ihnen Herr genannt zu werden. Melkor war voller Hass und Neid über alles was geschaffen war und neidete den Kindern Ilúvatars was der ihnen versprochen hatte. Melkor wollte alleine herrschen über Arda.

Die Valar nahmen nun selbst Form und Gestalt an und sie wählten Gestalten nach der Art, wie sie es in dem Gesicht Ilúvatars gesehen hatten, jedoch viel schöner und prächtiger. Viele Gefährten sammelten sie um sich. Einige waren ihnen fast ebenbürtig, andere geringer. Als das Melkor sah, nämlich, dass die Valar als sichtbare Mächte, im Gewand dieser Welt, auf der Erde gingen und dass die Erde zu einem glückseeligen Ort wurde, da wurde er zornig und noch mehr Neid stieg in ihm auf. So nahm auch er Gestalt an, aber seine Gestalt war wie sein Sinn, dunkel und durch und durch böse. Seine Kleider waren von Eis und seine Krone von Qualm und Feuer. Das Licht aus Melkors Augen war gleich einer Flamme, die mit Hitze versengt und schneidet mit tödlicher Kälte.

Der Krieg

So begann nun der Erste Krieg der Valar mit Melkor um die Herrschaft Ardas. Denn die Valar erbauten Länder, und Melkor zerstörte sie. Täler gruben sie und Berge meißelten sie, den Meeren und Flüssen gaben sie ihr Bett, doch Melkor schüttete die Täler zu, verspritze die Meere und Flüsse und stieß die Berge um. Nichts konnte mehr in Frieden entstehen und existieren. Alles was die Valar erschufen, wurde kurzerhand von Melkor zunichte gemacht.

Lange Zeit hatte Melkor die Oberhand. Doch dann, im 15. Zeitalter der Zeitalter vor den Tagen, kam aus dem fernen Himmel ein Geist, der mächtig, kühn und von großer Stärke war, denn er hatte von Melkors Missetaten und dem Krieg auf Arda gehört. So kam Tulkas der Starke den Valar zu Hilfe und sein Zorn war schrecklich, wie ein mächtiger Sturm, der Dunkelheit wegbläst und sein Lachen traf Melkor bis ins Mark. Melkor erschauderte und floh vor Tulkas' Kraft und dessen Fäusten. Er verließ zunächst Arda, versteckte sich in der Äußeren Leere, Kúma genannt, und es herrschte wieder Frieden für eine lange Zeit. Diese Zeit wurde Frühling von Arda genannt.

Nach dem Krieg

Melkors Neid und Zorn aber wurden immer größer. In der Äußeren Leere brütete er darüber, wie er Rache üben könnte und sein Hass auf Tulkas war grenzenlos.

Nachdem Melkor verschwunden war, konnten die Valar in aller Ruhe die Welt weiter bauen, wenngleich einige Dinge nicht mehr so gestaltet werden konnten, wie sie eigentlich vorgesehen waren. Und dennoch, Tulkas beteiligte sich an der Gestaltung Ardas und so konnten die Valar, eben mit und durch Tulkas' Stärke, vieles wieder in Ordnung bringen, was von Melkor zuvor in Unordnung gebracht worden war.

Die Valar rückten Seen und Länder, und auch die Gebirge wieder zurecht und Yavanna säte endlich aus, wie sie es sich lange erdacht hatte. Nachdem die Feuer gelöscht waren, fehlte das Licht und Aulë schmiedete im 19. Zeitalter der Zeitalter vor den Tagen zwei mächtige Leuchter, um Mittelerde zu erhellen. Sie wurden von Varda gefüllt und von Manwë geheiligt. Die Saaten, die Yavanna gesät hatte gingen rasch auf und vielerlei Gewächs, großes und kleines keimte und es wuchsen große Bäume, die Wipfel wie Berge hatten und Farne gediehen. Tiere kamen und lebten auf grünen Weiden oder in Seen und Flüssen, oder liefen durch die schattigen Wälder.

Auf der Insel Almaren im Großen See, nahmen die Valar ihren ersten Wohnsitz, als alle Dinge noch jung waren und das neugeschaffene Grün wie ein Wunder war in den Augen der Schöpfer, und lange waren sie zufrieden. Der Frühling von Arda begann.

Aber Melkor gab nicht auf und erneutes Unheil wuchs im Verborgenen...

Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Kapitel Ainulindale, Die Musik der Ainur
  • Quenta Silmarillion, Kapitel I: Vom Anbeginn der Tage
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