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Die Elben, auch die Erstgeborenen genannt (ursprünglicher Name Quendi, die mit Stimme reden), dürfen sich als die Älteste Rasse auf Arda bezeichnen.

Herkunft

Die Elben wurden von Ilúvatar geschaffen. Sie kamen vor den Menschen in die Welt und haben das Vorrecht der Unsterblichkeit, sind jedoch an die Kreise der Welt gebunden. Es ist ihnen bestimmt, in Aman, den Unsterblichen Landen, zu leben, und viele verließen Mittelerde, um dorthin zu segeln. Außerdem erliegen Elben keinen Krankheiten und ihr Geist (fea) wandert, sofern sie sterben, in Mandos Hallen, wo sie auf das Ende der Zeit und das Kommen Ilúvatars warten, um dort einen neuen Körper (Hroar) zu bekommen.

Lothlorien-banner

Banner der Elbenkrieger

Einst gefürchtete Krieger und begabte Künstler, bestimmen sie über viele Jahrhunderte das Schicksal von Mittelerde, sind aber gegen Ende des Dritten Zeitalters weniger mächtig in ihre Reiche zurückgezogen und des Lebens in Mittelerde überdrüssig. Zu Beginn des Vierten Zeitalters, nach dem Ende des Ringkrieges, verlassen die meisten von ihnen Mittelerde.

Beschreibung

Die Elben sind die ältesten denkenden Lebewesen Ardas, die ersten Kinder Ilúvatars. Sie erwachten, als Varda, die Gebieterin der Gestirne, die Sterne von neuem mit dem Tau des Silberbaums Telperion von Valimar entzündete (damals begann das Zeitalter der Sterne). Die Elben gehören zu den intelligentesten und geschicktesten Lebewesen Ardas. Sie verfügen über starke Magie, begreifen diese aber, anders als die Menschen, als nicht außergewöhnlich, da sie für sie alltäglich ist. Elben sind groß gewachsen, oft über zwei Meter, von anmutiger Gestalt, doch trotzdem außergewöhnlich stark und zäh. Elben können lange Strecken in kurzer Zeit zurücklegen ohne zu schlafen. Sie fallen lediglich in einen Halbschlaf, in dem ihre Sinne ruhen, jedoch ihre Augen offen bleiben. Dies macht sie zu einer der ausdauerndsten Rassen Ardas. Es dauert etwa 50 Jahre, bis Elben ausgewachsen sind.

Obwohl die Elben den Menschen in allen Gebieten überlegen sind, sind sie weder bessere Menschen noch haben sie nur gute Seiten. Man kann sagen, dass sie extremere Charaktere und Individuen sind: größer, stärker, geschickter, schöner und intelligenter; aber ebenso skrupelloser, brutaler, arroganter, eitler und stolzer. Hierfür sind Feanor und einige seiner Söhne gute Beispiele.

Die Elben sind besonders geschickt im Umgang mit Pfeil und Bogen. Sie können auf lange Distanzen zielgenau schießen. Sie können sehr gut sehen. Die Schmiedekunst der Elben ist legendär. Die Schwerter, die sie im Nahkampf nutzen, sind meist Zweihänder mit kunstvoll gearbeiteten Griffen, die von ihnen geschickt geschwungen werden. Diese Schwerter sind leicht gebogen, ihre Klinge ist etwa doppelt so lang wie das Heft.

Unterschiede zwischen den Elbenvölkern

Die Tiefelben (Noldor) haben hoch entwickelte seherische Fähigkeiten und wissen besser als andere Elbenvölker vortreffliche Klingen zu schmieden, eine große Gruppe von Ihnen bewohnten Gondolin, wo sehr gute Klingen geschmiedet wurden. Die Grau- (Sindar) und Grünelben (Laiquendi) (auch Elben der Dämmerung genannt (Sindar)) sind telerischer Herkunft , d. h. sie waren eine Gruppe der Teleri, die die große Wanderung nicht, wie die Avari von vorne herein ablehnten, sondern auf dem Weg kehrt machten. Deshalb sind sie keine Elben des Lichts und auch keine Dunkelelben, sie sind die Vorfahren der Waldelben zusammen mit den Avari. Es gibt ein paar Sindar Waldelben z. B. die Nachfahren von Oropher, außerdem stellen sie Sternphiolen, Schmuck und verschiedene andere hübsche Dinge her. Unter anderem vollziehen sie deren Herstellung zusammen mit den Grünelben. Diese lebten in Beleriand und in Mittelerde, sie waren auch Vorfahren der Waldelben des Düsterwaldes. Diese verschwanden jedoch schnell aus dem Blickwinkel der Geschichte.

Die Gwaith-i-Mírdain waren eine Vereinigung von Noldor-Elben, die in Eregion die Ringe der Macht schmiedeten. Sie waren am längsten von allen Elbenvölkern mit den Zwergen, vor allem mit denen von Moria, befreundet. Die Baumelben (Galadhrim) besitzen den Spiegel und Nenya, den Ring des Wassers. Sie beobachten die Sterne und betreiben Astronomie. Sie leben auf Bäumen. Ihre Hauptstadt befindet sich in Lórien und Ihre Herrscherin ist Galadriel.

Waldelben (Silvan) sind nicht so weise und blasiert. Sie lieben das Feiern, den Wein, Gesang und Feste, sind geschickte Jäger und von allen Elbenvölkern die gefährlichsten! Sie stammen von den Teleri ab, dem Teil der die große Wanderung ablehnten oder erst garnicht dran Teil nahmen. Das sie gute Krieger sind, bewiesen sie unter anderem in der Schlacht der fünf Heere. Von den Ost- (Avari) und Seeelben (Teleri) ist nicht viel in Erfahrung zu bringen. Die Avari sind schnell aus dem Blickfeld der Geschichte verschwunden. Die Teleri leben meist abgeschieden an den Küsten Mittelerdes.

Tolkien ein Elf

In der Biographie über J. R. R. Tolkien wird berichtet: "Von halb neun bis halb fünf musste das Kind (Tolkien) im Hause bleiben, wegen der grellen Sonne. Auch im Hause konnte es noch heiß genug sein, und er musste immer ganz in Weiß gekleidet werden. "Der Kleine sieht doch wie ein Elf aus, wenn er ganz in weiße Rüschen und Schuhchen gekleidet ist" schrieb Mabel Tolkien an die Mutter ihres Gatten. "Und wenn er ganz ausgezogen ist, dann finde ich, er sieht noch mehr wie ein Elf aus."

Wichtige Charaktere im Film

Die wichtigsten Elben in der Verfilmung von Peter Jackson sind Legolas, Elrond, Arwen, Galadriel und Haldir.

Sonderung

Die Sonderung unter den Elben und manche Namen, die ihren Völkern gegeben wurden[1]:

                                         Quendi
                                      (die Elben)

                   Eldar                                                         Avari
        Elben der Großen Wanderung                                    'die Widerstrebenden' Elben;    
              aus Cuiviénen                                            welche die Große Wanderung             
        ___________________________________________                            ablehnten         
       |             |                             |                               |
    Vanyar         Noldor                        Teleri                            |
                                  _____________________________                    |
  gingen alle   gingen alle      |              |              |                   |
   nach Aman     nach Aman    gingen nach   blieben in    trennnten sich östlich   |            
                                 Aman       Beleriand:    des Nebelgebirges        |
    |______________|_______________|                      vom Zug der Teleri:      |
                                                                                   |
               Calaquendi                     Sindar          Nandor               |
   'Elben des Lichts'(Hochelben)                                                   |
        (kamen nach Aman zur                              von denen manche         |
         Zeit der Zwei Bäume)                             später nach              |
                                                          Beleriand kamen:         |
                                                                                   |
                                                             Laiquendi             |
                                                           Grünelben von           |
                                                             Ossiriand             |
                                              |_____________________________|      |
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                                                         Úmanyar                   |
                                                     Eldar, die, nicht             | 
                                                      aus Aman waren               |  
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                                                                  Moriquendi                      
                                                              'Elben der Dunkelheit'
                                                        (sie sahen nie das Licht der Bäume)


Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil VI: "Anhang", Unterkapitel IV: "Stammbäume", Übersetzer: Wolfgang Krege, 2001
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