FANDOM


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ecthelion (Begriffsklärung) aufgeführt.

Ecthelion war ein Elb aus Gondolin und Oberhaupt und Befehlshaber des Hauses der Quelle, einem der Zwölf Häuser von Gondolin. Er wird als der schönste der Elben beschrieben.

Beschreibung

Ecthelion war ein Schöngeist und wird als großes Musiktalent beschrieben. So hatte er eine sehr schöne Stimme und wurde deshalb auch der Schönstimmige genannt. Auch war er als hervorragender Flötenspieler bekannt. Er und seine Krieger zogen stets mit Flötenmusik in den Kampf.

Bereits im Jahr 472 Erstes Zeitalter (E.Z.) kämpfte er in der Nirnaeth Arnoediad (Schlacht der ungezählten Tränen), in der er sich als großer Heerführer hervortat. Er überlebte die Schlacht und ging nach Gondolin zurück. Mit Egalmoth von Gondolin und  Glorfindel bildete er die Begleitwache von Turgons Schwester Aredhel, die des Lebens in Gondolin überdrüssig war, und zu ihrem älteren Bruder Fingon in Hithlum reisen wollte.

  • Weiterführende Seite hierzu siehe: Aredhel.

Ecthelion in der Schlacht von Gondolin

Als Melko, später Melkor, danach Morgoth, der große Feind, Gondolin durch den schändlichen Verrat von Maeglin entdeckt hatte, griff er die verborgene Stadt, im Jahr 510 E.Z., mit einem unglaublichen Aufgebot an Orks, Drachen und Balrogs an.

Ecthelion kämpfte, immer in Nähe Tuors, mit seinen Mannen tapfer gegen den Feind. Es heißt, dass Ecthelions Volk mehr Kobolde (Orks) erschlug, als jemals in allen Schlachten der Elben mit dieser Rasse getötet wurden. Sein Name wurde für die Eldar zum Schlachtruf und löst bei den Orks bis zum heutigen Tag Entsetzen aus. Tuor und Ecthelion mit ihren Männern teilten gewaltige Schläge aus und schützten sich gegenseitig vor manch einem Hieb und trieben die Orks in die Flucht. Nachdem auch die Drachen und Balrogs in den Kampf eingegriffen hatten, erschlug Tuor Othrod, einen Fürsten der Orks und Ecthelion tötete mit einem Streich zwei Hauptleute der Orks und spaltete den Schädel von Orcobal, dem besten Streiter der Orks, bis auf die Zähne. Danach erschlug Ecthelion drei Balrogs. Sein strahlendes Schwert spaltete ihre eiserne Haut, entfesselte ihr Feuer und sie verbrannten. Der harte Kampf ließ Ecthelion langsam ermüden und er wurde von der Feuerpeitsche eines Balrogs getroffen, trug einen tiefen Riss am linken Arm davon und musste von Tuor gestützt werden, der ihm so das Leben rettete und Ecthelion aus der Gefahrenzone trug.

Ecthelions Tod

Nachdem Tuor zunächst sich selbst an der Quelle des Königs erfrischt hatte, benetzte er das Gesicht von Ecthelion und er erwachte aus seiner Ohnmacht, konnte jedoch zunächst nicht weiterkämpfen. Als jedoch Tuor im Zweikampf mit dem Balrog Gothmog fast zu unterliegen drohte, mobilisierte Ecthelion seine letzten Kräfte und sprang Gothmog mit seinem ganzen Gewicht an, gerade als dieser mit seiner Peitsche ausholte, und rammte ihm seinen Helmsporn in die Brust. Mit seinen Beinen umklammerte er die Lenden des Untieres. Gellend schrie der Balrog auf und fiel noch vorne und beide stürzten in das Becken der königlichen Quelle. Der Balrog fand hier seine verdiente Strafe, doch Ecthelion, der Herr der Quellen, vom Gewicht seiner Rüstung in die Tiefe gezogen, hauchte hier nach einem feurigen Kampf im kühlen Wasser seine Seele aus.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XXIII: "Von Tuor und dem Fall von Gondolin", Übersetzer: Krege, 2001

J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten, Teil 2, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Kapitel III: Der Fall von Gondolin
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.