Der Herr der Ringe Wiki
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Denethor (Begriffsklärung) aufgeführt.

Denethor II. war der 26. Herrschende Truchsess von Gondor.

Beschreibung

Der Sohn Ecthelions II. galt in seiner Jugend als kühn und tapfer, klug, weitsichtig und gelehrt. Durch Zufall rinnt - so Gandalf - das Blut von Númenor fast unverfälscht durch seine Adern.

Leben

Nach dem frühen Tod seiner geliebten Frau Finduilas, verbitterte er fortwährend, wurde mürrischer und verbrachte viele Stunden allein in seinem Turm.

Der Truchsess

Als Truchsess (ab 2984 D.Z.) regierte er herrisch und nach eigenem Gutdünken. Er vermutete, dass Mordor noch zu seinen Lebzeiten einen Krieg mit Gondor anfangen würde und wagte schließlich, vertrauend auf seine eigene Stärke, in den Palantír von Minas Tirith zu schauen. Es wird vermutet, dass er auf diese Weise auch herausfand, dass Aragorn, unter dem Decknamen Thorongil, im Dienste Ecthelions gestanden hatte. Seit dem Fall von Minas Ithil, hatte kein König und kein Truchsess es je gewagt, in den Palantír zu schauen. So erlangte Denethor großes Wissen, aber durch das stetige Ringen mit Sauron, alterte er weit vor seiner Zeit. Sauron machte sich Denethors Angst zu Nutze und verwirrte seinen Geist. Denethor traf eine Reihe falscher Entscheidungen. Z.B. befahl er den Rückzug der Truppen an der Süd- und Ostgrenze Gondors, so dass Ostlinge und Haradrim ungehalten nach Mordor einfielen. Allein die Waldläufer Ithiliens erschwerten den Einmarsch der Verbündeten Saurons. Denethor wurde immer launischer und ließ dies vor allem an seinem jüngeren Sohn Faramir aus. Anders verhielt er sich seinem erstgeborenen Sohn Boromir gegenüber; in ihm sah er sein jüngeres Ebenbild.

Im Ringkrieg

Denethor II mit seinen Söhnen Boromir & Faramir

Nach dem Tod Boromirs, verfiel Denethor endgültig dem Wahnsinn. Als Gondor von den Armeen Mordors bedrängt wurde, weigerte sich Denethor Rohan um Hilfe zu bitten, weil er wusste, dass Aragorn, der rechtmäßige Thronerbe Gondors, mit ihnen reiten würde. Stattdessen schickte er Faramir mit einem kleinen Heer nach Osgiliath, um die überrannte Stadt zurück zu erobern. Alle Männer starben, bis auf Faramir, der mehr tot als lebendig nach Minas Tirith zurückkehrte.

Als die Truppen Mordors Minas Tirith belagerten, glaubte Denethor den Krieg verloren und in seinem Wahn entschloss er sich, sich selbst und Faramir, den er tot glaubte, zu verbrennen. Faramir wurde von Peregrin Tuk und Gandalf gerettet. Denethor kam in den Flammen um. Nachfolger als Herrschender Truchsess wurde, wenn auch nur für kurze Zeit, sein Sohn Faramir.

Etymologie

Denethor ist Sindarin und bedeutet Retter der Umkehrer.

Tolkien über Denethor

J. R. R. Tolkien schreibt zu Denethor: 'Denethor war von bloßer Politik angekränkelt: daher sein Versagen und sein Misstrauen gegen Faramir. Für ihn war es zu einem Hauptmotiv geworden, den Staat Gondor zu bewahren, gewissermaßen gegen einen anderen Potentaten, der stärker geworden war und aus diesem Grund, nicht weil er böse und rücksichtslos war, gefürchtet und bekämpft werden musste. Denethor verachtete die niederen Menschen, und man kann sicher sein, dass er zwischen den Orks und den Verbündeten von Mordor keinen Unterschied machte. Hätte er überlebt und gesiegt, auch ohne Gebrauch des Ringes, so wäre er selbst einem Tyrannen ein Gutteil ähnlicher geworden, und die Bedingungen und die Behandlung, die er den irregeführten Völkern des Ostens und Südens gewährt hätte, wären grausame Racheakte gewesen. Er war ein "politischer" Führer geworden: sozusagen Gondor gegen alle anderen.' [1]

Film

John Noble

Der australische Schauspieler John Noble verkörpert in Peter Jacksons Der Herr der Ringe-Trilogie Denethor II.

Zitate

"Ich denke nicht, dass wir die äußeren Verteidigungswerke so leichtfertig preisgeben sollten, die dein Bruder so lange unversehrt gehalten hat!"
—Denethor II. zu Faramir[src]
"Denethor sah sogar sehr viel eher als Gandalf wie ein großer Zauberer aus, königlicher, schöner, stärker und älter."
—Denethor in den Augen Peregrin Tuks[src]

Einzelnachweis

  1. J. R. R. Tolkien Briefe, Herausgeber: Humphrey Carpenter, Übersetzer: Wolfgang Krege: Anmerkungen zu W. H. Audens Besprechung des Return of the King

Quellen

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch)

  • Zweites Buch,
  • Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond
  • Zehntes Kapitel: Der Zerfall der Gemeinschaft

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (Buch)

  • Drittes Buch,
  • Erstes Kapitel: Boromirs Abschied
  • Zweites Kapitel: Die Reiter von Rohan
  • Sechstes Kapitel: Der König der Goldenen Halle
  • Elftes Kapitel: Der Palantír
  • Viertes Buch,
  • Fünftes Kapitel: Das Fenster nach Westen

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Buch)

  • Fünftes Buch,
  • Erstes Kapitel: Minas Tirith
  • Viertes Kapitel: Die Belagerung von Gondor
  • Fünftes Kapitel: Der Ritt der Rohirrim
  • Sechstes Kapitel: Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern
  • Siebentes Kapitel: Denethors Scheiterhaufen
  • Sechstes Buch,
  • Fünftes Kapitel: Der Truchsess und der König

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge

  • Anhang A, Annalen der Könige und Herrscher,
  • 2. Die Reiche in der Verbannung: Die südliche Linie; Anárions Erben
  • 4. Gondor und die Erben von Anárion: Die Truchsesse
  • Anhang B, Die Aufzählung der Jahre, Das Dritte Zeitalter
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