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Borondir war ein Reiter aus Minas Tirith.

Abstammung

Er stammte aus einer Familie, die den Anspruch erhob, von einem Hauptmann abzustammen, der in den Diensten der einstigen Könige gestanden hatte. Wann Borondir geboren wurde ist nicht überliefert.

Geschichte

Als der Winter des Jahres 2509 des Dritten Zeitelters (D.Z.) vergangen war erreichte den 12. Herrschenden Truchsess von Gondor mit Namen Cirion die Nachricht, dass sich eine große Bewegung gegen Gondor vorbereitete. Es waren Männer von überall her entlang den Säumen des Düsterwaldes, die zu einer stattlichen Armee zusammengefasst waren. Ihre Waffen waren primitiv und auch Reitpferde hatten sie kaum. Dafür aber hatten sie von Pferden gezogene Wagen, wie sie einst die Wagenfahrer, mit denen sie verwandt waren, benutzten. Ihre Schwäche bezüglich der Waffen und Rüstungen machten sie durch ihre große Zahl wett. Sie wurden Balchoth (Sindarin: Grausame Horde) genannt.

Die Bedrohung für Gondor war groß und so beschloss Cirion in seiner Verzweiflung, die Éothéod um Hilfe zu bitten. Boten sollten den schweren Weg von etwa neunhundertfünfzig Meilen bis zu den Éothéod auf sich nehmen. Doch Cirion hatte wenig Hoffnung, dass das Vorhaben von Erfolg gekrönt sein würde.

Am zehnten Tag des Súlime, also am 10. März D.Z., brachen die ersten zwei Boten auf und letztlich war es nur einer der beiden Männer der sein Ziel erreichte; es war Borondir. Sein Gefährte, dessen Name nicht bekannt ist, war nahe von Dol Guldur durch Pfeile aus dem Hinterhalt getötet worden. Durch Glück und die Schnelligkeit seines Pferdes konnte Borondir den Feinden entkommen, obwohl sie ihn bis zu den Schwertelfeldern verfolgten. Es geschah oft, dass ihm Männer auflauerten, die aus dem Wald kamen, und ihn zwangen, von dem direkten Weg abzuweichen. Nach fünfzehn Tagen, am 25. Tag des Súlime, kam er endlich zu den Éothéod. Borondir war sehr erschöpft, sodass er die Botschaft kaum überbringen konnte, denn er war die letzten zwei Tage ohne jegliche Nahrung gewesen.

Nachdem nun Eorl, genannt der Junge, erster König von Rohan, die Botschaft Cirions gehört hatte, ging er eine kurze Zeit mit sich zu Rate und sagte seine Hilfe zu: "Ich werde kommen..." Sofort begann Eorl mit den Vorbereitungen und rief die Ältesten zusammen. Doch dies nahm viele Tage in Anspruch, denn es musste zuvor Heerschau gehalten werden. Endlich war das Heer zum Aufbruch bereit. Die Krieger ließen die Furcht hinter sich zurück und nahmen nur wenig Hoffnung mit auf den Weg. Die Männer wussten nicht, was auf ihrem Weg, noch was an seinem Ende auf sie wartete. Es heißt, das Eorl etwa siebentausend voll bewaffnete Reiter und einige hundert berittene Bogenschützen ins Feld führte. An Eorls rechter Seite ritt Borondir, um, so gut er es vermochte, als Führer zu dienen.

Borondirs Tod

Borondir überquerte als erster den Limklar und schlug einen Weg frei, um so schnell als möglich seinem Herrn Cirion zu Hilfe zu kommen. In der Schlacht auf dem Feld von Celebrant fiel Borondir am 15. Tag des Viresse (15. April 2510 D.Z.) und ganz Gondor und auch die Éothéod waren voll des Kummers über diesen schweren Verlust und die Trauer war groß. Borondir wurde in den Grabkammern der Heiligtümer, auch Weihestätten von Minas Tirith genannt, ehrenvoll bestattet.

Etymologie

Borondir wurde auch Borondir Udalraph, was Borondir der Steigbügellose bedeutet, genannt. Seines Namens wurde lange in dem Lied von Rochon Methestel (Reiter der Letzten Hoffnung) gedacht.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Teil Drei, Das Dritte Zeitalter,
  • II. Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Rohan und Gondor
  • 2. Der Ritt Eorls
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