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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bard (Begriffsklärung) aufgeführt.

Bard I. (auch Bard der Bogenschütze, (Original: the Bowman) ✝2977 D.Z. in Thal) war von 2941 bis zu seinem Tod König von Thal. Zuvor war er Bogenschütze der Stadtwache Esgaroths. Bard wurde durch die Tötung des Drachen Smaug berühmt.

Frühe Jahre

Als Nachkomme Girions, dem letzten Fürsten von Thal vor dessen Zerstörung, wurde Bard in Esgaroth geboren. Dort heiratete er eine unbekannte Frau, mit der er einen Sohn Bain hatte. Als Thorin & Co. Esgaroth erreichten, diente er in der Stadtwache als Bogenschütze.

Smaug

In Esgaroth stand er im militärischen Dienst unter dem Meister der Stadt. Während des Angriffs von Smaug (2941 D.Z.) hielt er mit einer Schar Bogenschützen die Stellung und konnte den Drachen mit seinem letzten Pfeil, einem schwarzen Pfeil, töten. Nach dem Angriff schickte er einen Boten zu Thranduil, um dessen Hilfe zu erbitten, da die Stadt zum Großteil zerstört worden war. Die Elben trafen bald darauf ein und versorgten die nun heimatlosen Bewohner.

Zusammen mit den Elben zog Bard zum Einsamen Berg, um den scheinbar wächterlosen Schatz in Besitz zu nehmen und Esgaroth wieder aufzubauen. Als sie dort eintrafen, sahen sie, dass Thorin & Co. sich dort verschanzt hatten. Bard verlangte, dass die Zwerge den Schatz mit den Bewohnern der Seestadt teilen sollten, doch Thorin ging nicht auf die Forderung ein und so wurde der Berg belagert. Einige Tage später traf, von Thorin zur Unterstützung gerufen, ein Heer der Zwerge aus den Eisenbergen, unter der Führung Dains II., ein. Kurz bevor der Kampf begann, erschien eine Armee von Orks und Wargen. Eine grausame Schlacht entbrannte, die später als die Schlacht der Fünf Heere bekannt wurde.

Thorin & Co. blicken auf das zerstörte Thal (Film: Smaugs Einöde)

Vermächtnis

Nach der gewonnenen Schlacht bauten Bard und sein Volk, im Jahr 2944 D.Z., mit dem Anteil aus dem Schatz des Erebor, die Stadt Thal wieder auf. Auch der Stadt Esgaroth gab er eine beträchtliche Summe, um die Stadt wieder aufbauen zu können, die der Meister jedoch zu einem großen Teil veruntreute und mit dem Schatz aus der Seestadt floh. Bard regierte nun über Thal und die umliegenden Ländereien als König Bard I. Nach seinem Tod (2977 D.Z.) wurde sein Sohn Bain König von Thal.

Etymologie

Bard leitet sich aus der norwegischen Form des altnordischen Namen Bárðr ab, welcher aus den Worten baðu ("Schlacht" oder "Kampf") und friðr ("Frieden) besteht.

Sonstiges

  • Er verstand die Sprache der Drosseln.
  • Aufgrund seiner pessimistischen Vorhersagen von Überschwemmungen und vergifteten Fischen wurde er häufiger von seinen Freunden in der Wache verspottet. Dennoch schätzten sie ihn seines Mutes wegen.

Hobbit Verfilmung

Bard (Luke Evans, l.) und Legolas (Orlando Bloom, r.)

Luke Evans alias Bard

Bard wird in der Hobbit Filmtrilogie von Luke Evans dargestellt. Hier ist er kein Mitglied der Stadtwache, sondern ein Kahnführer, der regelmäßig Wein zu Thranduil bringt und die wenigen Waren, die Esgaroth noch am Leben erhalten, über den See fährt. Da er sich um die Anliegen seiner notleidenden Mitbürger sorgt, ist er dem korrupten Bürgermeister und dessen speichelleckerischen Gehilfen Alfrid als Aufwiegler und Volksheld ein Dorn im Auge. In der Verfilmung werden neben seinem (noch jugendlichen) Sohn Bain auch zwei Töchter namens Sigrid und Tilda vorgestellt.

Zitate

„Pfeil! Du schwarzer Pfeil! Dich hab ich bis zuletzt aufgespart. Du hast nie gefehlt, und immer hab ich dich wiedergefunden. Ich habe dich von meinem Vater, und er hatte ihn aus alten Zeiten. Zeig jetzt, ob du wirklich aus den Schmieden des wahren Königs unter dem Berge kommst! Flieg und triff.“ [1]

Einzelnachweis

  1. Der kleine Hobbit, Seite 288

Quellen

J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit, Übersetzer: Walter Scherf, 2009

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