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Baldor (Rohirrisch: der Kühne) war der erste Sohn von Brego und älterer Bruder von Aldor und Éofor. Es heißt, dass er einst mit seinem Vater und den Eorlingas aus dem Norden den Schneeborn hinaufzog, um sichere Zufluchtsorte in Zeiten der Not zu finden. So stiegen sie auch auf den Hügel, den späteren Dunharg und kamen schließlich zum Dunklen Tor, dem Eingang zu den Pfaden der Toten, wo ein Greis ihnen den Zutritt verwehrte und sagte: "Der Weg ist versperrt. Er wurde angelegt von jenen, die tot sind, und die Toten halten ihn, bis die Zeit gekommen ist. Der Weg ist versperrt." Darauf starb der Alte und fiel auf sein Gesicht, ohne Baldor auf seine Frage zu antworten, wann diese Zeit gekommen sein würde.

Im Jahre 2569 D.Z. zur Einweihung der Goldenen Halle Meduseld in Edoras schwor Baldor, die Pfade der Toten zu durchschreiten. Er kehrte nie zurück und wurde fortan Baldor der Glücklose (orig.: the Hapless) genannt.

450 Jahre später, im Jahre 3019 D.Z., durchschritt die Graue Schar unter Führung von Aragorn die Pfade der Toten. Aragorn fand dort Baldors sterbliche Überreste. Die eines großen Mannes, der eine Rüstung getragen hatte und dessen Harnisch unversehrt war. Er trug noch einen goldenen reich verzierten Helm und einen Panzer der vergoldet war, sein Gürtel war aus Gold und Granat. Neben dem Gerippe lag ein schartiges und geborstenes Schwert, und die Fingerknochen waren fest in die Ritze einer Tür gekrallt. Es schien so, als ob er in letzter Verzweiflung gegen den Fels geschlagen habe.

Aragorn rührte den Toten nicht an und nachdem er ihn schweigend betrachtet hatte, sagte er: "Hierher werden die Blüten der simbelmynë niemals kommen bis zum Ende der Welt. Neun Hügelgräber und sieben sind jetzt grün von Gras, und während all der Jahre hat er hier an der Tür gelegen, die er nicht aufschließen konnte. Wohin führt sie? Warum wollte er hindurchgehen? Niemand wird es je wissen!"

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Quellen

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